Kultur, Bildung und Freizeit
Lebendige Demokratie braucht den freien Zugang aller zu Kultur und Bildung - und das von Anfang an. Kulturelle Einrichtungen und Initiativen sind mehr als nur Kulturanbieter. Sie sind Lernorte für Demokratie und interkulturellen Dialog, für die Entfaltung von Kreativität und sozialer Kompetenz. Theater, Bibliotheken, Museen, Musik- und Kunstschulen, Denkmale und andere soziokulturelle Orte sind Bestandteil der Lebensqualität in den Kommunen, die durch Veranstaltungen vielfältiger Art geprägt werden. Damit neben einem wachsenden Markt kommerzieller Angebote und einer Vielzahl gemeinnütziger Angebote die Kommune einen eigenen gestalterischen Auftrag behält, ist Kulturpolitik als ein Schwerpunkt und als Pflichtaufgabe zu betrachten. Dafür sind die kommunalen Kultureinrichtungen zu erhalten sowie dauerhaft und leistungsfähig zu finanzieren. Alle Formen der kommunalen Zusammenarbeit sind dafür verstärkt zu nutzten. Alle Menschen müssen das Recht haben, öffentlich geförderte Kultureinrichtungen kostenfrei zu nutzen. Kultur ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens in einer Kommune und erhöht ihre Attraktivität.
Lokale, eigenständige Bildungsarbeit gewinnt in den Kommunen zunehmend an Bedeutung. Diese ist unabhängig von der Unterstützung für wissenschaftliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen zu gewährleisten. Die kommunalen und freien Schulträger benötigen ausreichend finanzielle Mittel, um die erforderlichen Investitionen in die Bildungsinfrastruktur tätigen zu können. Zur Umsetzung bildungspolitischer Vorstellungen der Linken ist eine Änderung des jetzigen Schulgesetzes unabdingbar. Die Schulnetzkonzeptionen der Landkreise und kreisfreien Städte sind unter Beteiligung der Betroffenen und aller Schulträger zu erstellen und abzustimmen. Konzepte zur Bildung von Ganztagsschulen werden unterstützt. Die bewährte organisatorische und personelle Einheit von Grundschule und Hort (Einheit von Bildung und Betreuung) in Thüringen ist zu sichern. Die Landschaft der Volkshochschulen muss erhalten und ihr Leistungsangebot auch durch neue Angebote ausgebaut und entwickelt werden. Auch die kommunalen Musikschulen sind weiter zu fördern und zu entwickeln. Die öffentlichen Bibliotheken sind notwendig als allgemeinwissenschaftliche Zentren und sollen weiter entwickelt und ausgebaut werden. Spezielle Angebote der Umweltbildung sollen unterstützt werden. Damit erreichen wir eine kommunale Bildungsarbeit, die für jeden Einwohner und jede Einwohnerin nutzbar ist.
Freizeitmöglichkeiten, die die Attraktivität und Lebensqualität der Kommunen verbessern, sind die Freizeit- und Sportstätten für den Breiten- und Wettkampfsport sowie die Spiel- und Bewegungsräume im Wohnumfeld. FürKinder, Jugendliche und junge Erwachsene stellen Sport- und Freizeitangebote einen wichtigen Faktor der individuellen Freizeitausgestaltung dar. Diese gewährleisten den Aufbau und die Pflege von sozialen Kontakten und garantieren somit die persönliche Entwicklung.Daher hält es DIE LINKE für notwendig, dass die zukunftsorientierte Sport- und Freizeitentwicklung in die Gemeinde- und Stadtplanung fest eingebunden wird. Das ehrenamtliche Engagement ist weiter zu fördern. Eine Verbindung zu den Vereinen und Verbänden sowie zur Schul-, Jugend-, Gesundheits- und Sozialpolitik ist herzustellen.
Damit wird die Kommune in der Freizeit für die BürgerInnen erlebbar und fördert das soziokulturelle Leben und Miteinander in den Kommunen.
