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Wahlprüfsteine des Thüringer Handwerks

1. Mit welchen konkreten Maßnahmen wird DIE LINKE in der kommenden Legislaturperiode das Thüringer Handwerk aktiv unterstützen –  inwiefern unterscheiden sich diese Pläne von anderen Parteien?

Die angekündigten bzw. eingerichteten Fonds zur Förderung von Zuschüssen und Darlehen für KMU und das Handwerk sind in ihrem Volumen deutlich aufzustocken. Ein modernes „Fördergesetz für kleine und mittlere Unternehmen“ wird die Zusammenarbeit und Vernetzung der zahlreichen Selbstständigen und Freiberufler als Einzelunternehmerinnen und -unternehmer unterstützen und dabei deren spezifische Probleme berücksichtigen. In Zusammenarbeit mit der LEG und den Kammern soll die Bestandspflege bestehender Unternehmen erfolgen, Beratungs- und Coaching-Angebote für Existenzgründung, sowie die begleitende Betreuung von Ansiedlungen und Rückkehrer-Initiativen forciert werden.

 

2. Die gesellschaftliche Wertschätzung der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist ein wichtiges Element für das Thüringer Handwerk im Wettbewerb um die besten Thüringer Fachkräfte. Welche Aktivitäten sind im Rahmen Ihres Wahlprogramms geplant, um die berufliche Aus- und Weiterbildung des Handwerks in Thüringen aktiv zu unterstützen?

Wir setzen uns bundesweit für ein generelles Mindestausbildungsentgelt für Auszubildende, eine Aufstockung der BAföG-Sätze für Auszubildende um 12 Prozent, die Ersetzung von Privatkrediten durch zinslose staatliche Darlehen ein.

Wir wollen ein thüringenweites Azubi-Ticket zur kostengünstigen ÖPNV-Nutzung und Senkung des hohen Fahrtkostenanteils für viele Auszubildende, sowie eine zentrale Berufsschulnetzplanung in Moderation des Thüringer Bildungsministeriums sowie eine Abstimmung der Bildungsprofile auf die Bedarfe der regionalen Wirtschaft.

 

3. Was sind aus Sicht der Thüringer Partei DIE LINKE die 5 wichtigsten Schritte,  eine bürokratische Entlastung für Thüringer Handwerksbetriebe bis 2019 umzusetzen?

Für DIE LINKE sind nicht Kosten und Bürokratie, sondern fehlende Aufträge und schlechte Eigenkapitalausstattung das Hauptproblem des Mittelstands. Wichtig sind deshalb deutlich steigende öffentliche Investitionen, gerechte Steuerreformen und sichere Finanzierungen. DIE LINKE. Thüringen unterstützt den Abbau von Gesetzen und Verwaltungsvorschriften, die nicht sachgerecht sind, einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern oder Verzögerungen wirtschaftlicher Aktivität beinhalten. In Gesetzgebungsverfahren sind die Praxistauglichkeit und die unternehmerische Handhabbarkeit als wesentliches Kriterium zu berücksichtigen. Die Interessen von KMU müssen in Anhörungen und generell in die Meinungsbildung einfließen.

 

Wir verbinden mit dem Thüringer Handwerk...

einen zentralen Motor für Beschäftigung und Wachstum in Thüringen, den wir mit einem Thüringer Zukunftsinvestitionsprogramm bei Forschung und Entwicklung und bei der Bewältigung der Energiewende unterstützen und auch bei Fachkräftegewinnung, Unternehmensnachfolge, Betriebsübernahme, Arbeitskräftequalifizierung, Anerkennung von Berufsabschlüssen und Einführung eines Meisterbonus begleiten wollen.

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