Zalando muss zurück an den Verhandlungstisch
„Statt konstruktiv über den Interessenausgleich und einen Sozialplan zu verhandeln sowie umfassend über die Hintergründe der Schließungspläne aufzuklären, versucht Zalando den Betriebsrat gerichtlich in eine Einigungsstelle zu zwingen.“ Darauf weisen die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, anlässlich der bevorstehenden Verhandlung über die Einsetzung einer Einigungsstelle am Arbeitsgericht hin. Bereits Anfang des Monats hatte der Betriebsrat dieses Vorgehen noch in der Informationsphase als „sachlich verfehlt“ bezeichnet. Maurer und Plötner kritisieren: „Mit einem Gerichtsbeschluss will das Unternehmen offenbar die gesetzliche Verhandlungspflicht umgehen und den Weg für Kündigungen frei machen. Die Linke Thüringen steht an der Seite der Beschäftigten und ihren Forderungen. Dazu gehören die Rückkehr Zalandos zu Gesprächen an einem gemeinsamen Tisch, die umfassende Beantwortung ausstehender Fragen des Betriebsrats und eine konstruktive Lösung ohne externe Instanz.“
Die Verhandlung über die Einsetzung einer Einigungsstelle findet am Freitag, d. 27.03.2026, um 13.30 Uhr vor dem Arbeitsgericht Erfurt statt. MdB Bodo Ramelow wird die Verhandlung besuchen, Die Linke wird sie ab 13.00 Uhr vor Ort mit einer Kundgebung begleiten.
