Keine weiteren Nazi-Konzerte in Gera
Die demokratische Zivilgesellschaft hat am Samstag in Gera deutlich gemacht: es gibt auch in Gera keinen Platz mehr, wo ewig Gestrige, braune Undemokraten in Ruhe Konzerte veranstalten können. Offensichtlich hat die gewachsene Qualität des vom „Aktionsbündnis Gera gegen Rechts“ organisierten Protests dafür gesorgt, dass weniger als die Hälfte der Besucher des Hass-Konzerts von 2010 in diesem Jahr den Weg nach Gera fanden, die sich mehr als doppelt so vielen Gegendemonstranten gegenüber sahen.
Dieser Erfolg der engagierten Antifaschisten ist unbedingt zu würdigen. Trotzdem bleibt festzustellen, dass auch in diesem Jahr nicht alle Hoffnungen auf eine größere Beteiligung der Bevölkerung beim Widerstand gegen den Naziaufmarsch Realität wurden. Im Ergebnis gelang es immerhin eine deutliche Behinderung des Hass-Konzerts durchzusetzen.
Auch für 2012 plant die NPD ein Hass-Konzert in Gera. Dies muss GEMEINSAM verhindert werden! Jedes andere Ziel wäre dem demokratischen und weltoffenen Gera nicht angemessen. Dafür braucht es ein funktionierendes Bündnis aller Demokraten in unserer Stadt. Auch nach dem 6. August 2011 benötigen wir die Debatte über die Notwendigkeit eines ungeteilten Protest-Engagements der demokratischen Kräfte in unserer Stadt! Während sich in den letzten Wochen in Gera die Übergriffe auf engagierte Demokraten und Parteibüros häuften, wurden in der Öffentlichkeit zu Konsequenzen des Amoklaufs mit rechtsextremistischem Hintergrund in Norwegen diskutiert. All dies macht deutlich, dass es immer stärker darauf ankommt, wirksamen und breitestmöglichen Widerstand unter Einbeziehung aller Demokraten gegen jegliche Aktivitäten von Neofaschisten auch in Gera zu organisieren!

