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Verunglimpfung von Bürgergeld-Bezieher*innen beenden

Katja Maurer, Ralf Plötner

„Die polemischen Debatten mit der Stigmatisierung von Bürgergeld-Bezieher*innen als arbeitsunwillig und faul entbehren jeder Grundlage“. Damit reagiert die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Katja Maurer, auf die aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Immer wieder wird Bezieher*innen von Bürgergeld unterstellt, das Bürgergeld sei so hoch, dass sich Arbeit für viele gar nicht mehr lohne. Maurer erklärt: „Die aktuellen Zahlen zeigen auch für Thüringen zwischen Bürgergeld und Mindestlohnbeschäftigung einen erheblichen Lohnabstand“. Im Landesdurchschnitt sind das bei einer alleinstehenden Person monatlich 623 Euro und bei einer alleinstehenden Person mit fünfjährigem Kind 764 Euro. Bei einem Ehepaar mit zwei Kindern im Alter von fünf und 14 Jahren und einer Person als Alleinverdiener*in beträgt der Lohnabstand im Landesdurchschnitt 702 Euro im Monat. Die Studie zeigt aber auch, mit wie wenig Geld Bürgergeld-Bezieher*innen ihren Alltag auf Grundsicherungsniveau meistern müssen. Der Co-Vorsitzende Ralf Plötner fordert: „Es muss endlich Schluss damit sein, Menschen mit niedrigem Einkommen und Bezieher*innen von Bürgergeld gegeneinander auszuspielen“.

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