Superreiche zur gesellschaftlichen Verantwortung ziehen

Katja Maurer, Ralf Plötner

Anlässlich des neuen Ungleichheitsberichts der Entwicklungsgesellschaft OXFAM erklären die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner: „Die vorgelegten Zahlen bestärken unsere Forderung, Superreiche für eine sozial gerechte Lastenverteilung heran zu ziehen.“ Deutschland hat weltweit die viertgrößte Zahl an Milliardär*innen, allein im vergangenen Jahr kamen 42 neue Milliardär*innen hinzu. Maurer und Plötner erklären: „Die Superreichen mit ihren Vermögen müssen endlich in die gesellschaftliche Verantwortung genommen werden, um die Lastenverteilung sozial gerecht gestalten zu können. Instrumente dafür sind u.a. eine sozial gerechte Reform der Erbschaftsteuer, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine Übergewinnsteuer für die Rüstungsindustrie.“ Nach den Berechnungen von OXFAM besitzt ein Mensch aus dem reichsten Prozent durchschnittlich 800-mal mehr Vermögen als eine Person, die den ärmsten 50 Prozent angehört. Die ärmere Hälfte besitzt insgesamt nur 3,4 Prozent des Gesamtvermögens, das reichste Prozent mehr als ein Viertel davon. Maurer und Plötner abschließend: „Eine Politik, die die Reichen bevorzugt, fördert die gesellschaftliche Spaltung, den Vertrauensverlust vieler Menschen in die Demokratie und letztendlich den weiteren Aufstieg demokratiefeindlicher Kräfte.“