Schutz und Asyl für Kindersoldat*innen

Katja Maurer, Ralf Plötner

„Ehemalige Kindersoldat*innen benötigen psychologische Hilfe, Sicherheit und Bildung – sie und ihre Familien brauchen Schutz und Asyl. Stattdessen können nach Verschärfungen der Asylpraxis in Deutschland nun auch sie von Abschiebungen bedroht sein.“ Darauf weisen die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, anlässlich des „Red Hand Day“ hin. Sie fordern: „Die Bundesregierung muss Kindern und ihren Familien aus Kriegsgebieten Asyl gewähren und die massiven Kürzungen der humanitären Hilfe rückgängig machen.“ 

Diese Gelder wurden seit 2023 um über 60% gekürzt, während die Verteidigungsausgaben um 50 Mrd. Euro gestiegen sind. Statt in eine zivile Sicherheitspolitik unter Wahrung der allgemeinen Menschenrechte zu investieren, schreitet u.a. mit dem Wehrdienstgesetz und der verpflichtenden Musterung junger Männer auch in Deutschland die Militarisierung der Gesellschaft voran. Zentrale Zielgruppe der Bundeswehr sind Minderjährige, um die sie verstärkt bei Auftritten an Schulen buhlt und sich dort als „normaler“ Arbeitgeber inszeniert. Zwischen 2021 und 2025 hat sich die Zahl ihrer Auftritte an Schulen mehr als verdoppelt.

Der „Red Hand Day“ erinnert an das Zusatzprotokoll der Kinderrechtskonvention zu Kindern in bewaffneten Konflikten, das am 12. Februar 2002 in Kraft getreten ist. Es verbietet den Einsatz von unter 18-Jährigen in bewaffneten Konflikten.