Preiserhöhung des Deutschlandtickets ist eine Fehlentscheidung und höhlt bezahlbare Mobilität aus
Zu den Plänen der Verkehrsministerkonferenz, den Preis des Deutschlandtickets auf über 60 Euro anzuheben, erklärt Ralf Plötner, Landesvorsitzender der Linken in Thüringen: „Diese Preissteigerung entwertet das ursprüngliche Versprechen des Deutschlandtickets immer mehr, bundesweit bezahlbare Mobilität für alle Menschen zu ermöglichen.“
Plötner kritisiert zudem die Prioritäten der Bundesregierung: „Statt die Mobilität für die Menschen bezahlbar zu halten, steckt die Bundesregierung Milliarden in Aufrüstung. Am Ende sollen nun auch die Nutzer*innen des Deutschlandtickets mit höheren Preisen zur Deckung der Rüstungsausgaben herangezogen werden. Das ist der falsche Weg.“
Von der geplanten Preissteigerung sind besonders Menschen mit geringen Einkommen betroffen. „Schon heute müssen viele Menschen im Transferleistungsbezug ihre Mobilitätskosten durch Einsparungen bei Essen, Kleidung oder anderen lebenswichtigen Ausgaben finanzieren. Mit der erneuten Preiserhöhung wird diese Gruppe deutlich größer. Wer Mobilität verteuert, verschärft soziale Ungerechtigkeit und gefährdet die notwendige Verkehrswende“, so Plötner.
Die Linke hält dagegen fest: „Wir kämpfen weiter – auch in Thüringen – für bezahlbare öffentliche Mobilität, perspektivisch für einen kostenfreien Nahverkehr. Kombiniert mit besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten wird die Verkehrswende gelingen. Es braucht endlich eine verlässliche, dauerhafte Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern, die Preisstabilität garantiert. Nur mit Verlässlichkeit kann das Deutschlandticket zu einem echten Erfolgsmodell für alle Menschen werden.“
