Mehr Anerkennung für Hebammen statt weniger Geld
Der Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Ralf Plötner, kritisiert, der jüngst eingeführte neue Rahmenvertrag für freiberufliche Beleghebammen gefährdet langfristig die Versorgung von schwangeren und gebärenden Frauen. „Der Hebammenhilfevertrag mit seinem neuen Vergütungssystem ist ein Schlag ins Gesicht vieler Hebammen, die sich mehr Anerkennung und bessere Rahmenbedingungen wünschen.“, so Plötner. Mehr als zwei Drittel der Hebammen bundesweit haben bereits vorher über unzureichende Bezahlung geklagt. Nun sollen freiberufliche Beleghebammen bei der Parallelbetreuung mehrerer Frauen ab der zweiten betreuten Geburt nur noch 80 Prozent des regulären Stundensatzes erhalten. Das Resultat: rund einen Monat nach der Einführung haben bereits mehrere Beleghebammen an Thüringer Kliniken ihre Arbeit gekündigt. Bundesweit denkt fast jede zweite Hebamme darüber nach, ihren Job aufzugeben. Die Linke in Thüringen setzt sich für mehr Anerkennung und bessere Rahmenbedingungen im Beruf der Hebamme ein. Plötner erklärt: „Wir unterstützen ausdrücklich das Hauptsacheverfahren beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, das der Deutsche Hebammenverband mit seiner Präsidentin Annika Wanierke aus Thüringen gegen den Hebammenhilfevertrag angestrengt hat“.

