LINKE unterstützt Bildungsstreik
Die mittlerweile in dritte Runde gehenden Proteste des bundesweiten Bildungsstreiks finden die Unterstützung der LINKEN Thüringen. Auf ihrer Vorstandssitzung begrüßte die Landespartei die Forderung der Streikenden erklärte ihre Solidarität mit diesen. In dem verabschiedeten Papier heißt es unter anderen, dass die Permanenz der Proteste die Ernsthaftigkeit des Anliegens verdeutliche. Außerdem begrüßte die Partei die breite des Bündnisses der außerparlamentarischen Bildungsstreikbewegung. Kai Bekos, einer der beiden Sprecher für Jugend- und Studierendenpolitik des Landesvorstandes, merkte an: „Bologna-Reform, kleinstaatlicher Bildungsföderalismus und die immer weiter voranschreitende Ökonomisierung des Bildungssystems haben in den letzten Jahren viele Menschen auf die Straße gebracht. Die Ergebnisse der Bildungsreise von Kanzlerin Merkel im Jahr 2008 und der Bologna-Gipfel von Bundesbildungsministerin Schavan vor wenigen Wochen haben sich als reine Symbolpolitik entpuppt.“ De facto seien weder Reformen angepackt worden, um der sozialen Selektion an Schulen und Universitäten entgegenzuwirken, .noch sei es gelungen selbstbestimmtes Lernen ohne übertriebenen Leistungsdruck durchzusetzen. „Nach der schwarz gelben Streichorgie der Bundesregierung “, fügt seine Kollegin Jenny Renner hinzu: „ gilt es genau zu betrachten, inwieweit Jugendliche auch indirekt betroffen sind. Zum Beispiel wäre eine Kürzung des Wohngeldes für Berufsschüler, welche zusätzlich zur Berufsausbildungsbeihilfe noch diese Unterstützung von den ARGEn erhalten, absolut nicht tragbar. Die Aussage, dass im Bildungs- und Forschungsbereich nicht gespart werde, ist also nur die halbe Wahrheit.
