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LAG Schule-Bildung lehnt Änderung der Schulordnung ab

LAG Schule-Bildung

Aus Anlass der Protestkundgebung am Montag vor dem Landtag erklärt die Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Bildung der Partei Die Linke, warum die Pläne zur Änderung der Thüringer Schulordnung abgelehnt werden sollten. 

Der Sprecherrat der LAG Schule-Bildung erklärt: "Wir tragen den Protest vieler Lehrkräfte und Eltern sowie der Bildungsgewerkschaft gegen die geplanten Änderungen der Schulordnung in vollem Umfang mit. Die Einführung von Kopfnoten in der Grundschule anstelle der bisher üblichen verbalen Einschätzung, und das jährliche Sitzenbleiben ab Klasse 7 beschneiden die pädagogische Arbeit von Grund- und Gemeinschaftsschulen, die sehr oft jahrgangsübergreifend arbeiten und längst ihre Arbeit auf die individuelle Förderung ausgerichtet haben. Studien zeigen: gerade Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf sollten nicht aus ihrer sozialen Umgebung herausgerissen, sondern entsprechend ihrer Voraussetzungen und Bedarfe konkret gefördert werden. Die geplanten Veränderungen schaffen eben keinen Schulfrieden, sondern bedeuten ein Zurück zur Schule von vor 100 Jahren. So werden unsere Kinder nicht auf ein Leben im 21 Jahrhundert vorbereitet!
Die LAG Schule-Bildung fordert längeres gemeinsames Lernen, wie es in vielen Ländern bereits erfolgreich stattfindet, kein Sitzenbleiben, sondern die differenzierte Förderung jedes einzelnen Kindes. Beibehaltung der verbalen Kompetenz- und Leistungseinschätzung in der Grundschule, die sich aus Sicht der Lehrkräfte gerade aufgrund der heute stark differierenden Voraussetzungen in den ersten Schuljahren bewährt hat.
Nicht nur Lippenbekenntnisse zur Förderung bildungsbenachteiligter Kinder, sondern gezielte Unterstützung aller Lernenden und Familien durch professionelle Beratung und Einschätzung der Lehrkräfte - - WIR FORDERN EINE SCHULE, DIE VOM KIND AUS GEDACHT IST.

Für den Sprecherrat: Cornelia Müller, Falko Stolp

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