Korschewsky: Voigt entwertet Wahl von Roland Jahn mit billiger Polemik des "Kalten Krieges"
Mit seiner Presseerklärung zur Wahl von Roland Jahn zum Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik entwertet der Generalsekretär der Thüringer CDU, Mario Voigt, die Wahl von Jahn durch billige populistische Polemik und Hysterie des "Kalten Krieges", erklärt Knut Korschewsky, Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE Thüringen. Mario Voigt ist sich nicht zu schade, diese Wahl parteipolitisch zu instrumentalisieren und das mit Halb- und Unwahrheiten zu untermauern. Voigt ist offenbar entgangen, dass die PDS schon 1995 in einem rechtmäßigen Vergleich das gesamte Vermögen bis auf vier Immobilien der ehemaligen SED an die Unabhängige Kommission zur Überprüfung der Vermögen der Parteien und Massenorganisationen abgegeben hat. Gleiches ist mir von der CDU, die in der DDR ebenfalls Verantwortung getragen hat, nicht bekannt, so Korschewsky. Ebenfalls ist Voigt entgangen, dass sich die PDS und in der Folge DIE LINKE im Bundestag und in den Landtagen - auch im Thüringer Landtag - mit entsprechenden Anträgen für die Entschädigung von SED-Opfern eingesetzt hat. Bereits der außerordentliche Parteitag der SED/PDS hat sich 1989 bei der Bevölkerung der DDR und bei den Opfern des DDR-Regimes für nicht wieder gut zu machendes ergangenes Unrecht entschuldigt. In dem sich Voigt im Jahr 21 nach der politischen Wende als "Hassprediger des Kalten Krieges" aufspielt, instrumentalisiert er alle Menschen, so auch Roland Jahn, die sich 1989 für eine friedliche Revolution eingesetzt haben, für durchschaubare parteipolitische Ziele der CDU, so Korschewsky. Voigt sollte sich wenigstens schlau machen, bevor er widerlegbaren Unsinn verbreitet.
