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Korschewsky: Neonazi-Präsenz darf niemals Normalität werden!

Knut Korschewsky

„Über das freundliche, völlig unkritische Porträt des gewalttätigen
Neonazis Patrick Wieschke heute in einem Teil der Ausgaben der Zeitungsgruppe Thüringen bin ich entsetzt. Es konterkariert die Bemühungen von Gesellschaft und Politik gegen Rechts.

Eingereiht zwischen Vertretern anderer Parteien erscheint der NPD-Chef hier als ein ganz normaler Kandidat unter anderen. Für die Positionen der NPD bieten die Zeitungen freiwillig ein Podium. Kein Wort zu Wieschkes früher führender Tätigkeit im „Thüringer Heimatschutz“ als Quellorganisation des NSU, kein Wort zu seiner Hetze gegen Sinti und Roma oder der engen Zusammenarbeit mit gewalttätigen Neonazis. Die Zeitungsgruppe Thüringen muss sich fragen lassen, ob sie aus den Auseinandersetzungen mit dem gesellschaftlichen Klima in den 1990er Jahren im Zuge der NSU-Aufklärung nichts gelernt hat. Die Präsenz von Neonazis in der Gesellschaft darf niemals Normalität werden - weder auf der Straße noch in den Parlamenten oder in den Medien!“

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