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Kindertag ist mehr.

Anlässlich des Kindertages am 1.Juni 2023 stellen die Vorsitzenden der Thüringer LINKEN, Ulrike Grosse-Röthig und Christian Schaft, der Ampelregierung ein Armutszeugnis aus.
Sie sollte ganz weit oben stehen, die Bekämpfung der Kinderarmut. Allenfalls ein fernes Echo der Versprechungen nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages von SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene ist noch zu hören.

Für die Thüringer LINKE bedeutet die Wertschätzung des Kindertages am 1.Juni nicht nur die fröhlichen Rollerrennen im Kindergarten, sondern auch die Mahnung nach Berlin, eine echte Kindergrundsicherung zu denken und umzusetzen. Kinder vor Armut zu schützen ist eine gesellschaftliche Einstellung und mehr als neu geordnete Geldleistungen. Jede Investition in Kinder ist eine in die Zukunft unseres Landes.

“Darunter verstehen wir nicht nur ein bedarfsgerechtes und kostenfreies Bildungsangebot in den Kindergärten. Dass bei einem 3. beitragsfreien Kindergartenjahr nicht Schluss sein darf, steht für uns gar nicht zur Debatte. Das ist für uns der nächste Schritt zur kompletten Beitragsfreiheit. Zu einer echten Kindergrundsicherung gehören aber auch personell gut ausgestattete Schulsozialarbeit, Mittagsversorgung und Lernmittelfreiheit. Ebenso, dass Kinder und ihre Eltern sich keine Sorgen machen müssen, ob am nächsten Tag das Geld noch reicht,” erklärt Grosse- Röthig.

“Auch über den Kindergarten und die Schule hinaus braucht es die Sicherheit und Unterstützung für die Kleinsten. Freizeitangebote zugänglich und unabhängig vom Geldbeutel der Eltern gehören hier genauso dazu wie freie Fahrt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch ein kostengünstiges, oder noch besser, kostenfreies Ticket. Wo die Ampel im Bund hier die wichtigen Entscheidungen aufschiebt, wollen wir in Thüringen die nächsten Schritte gehen mit dem Kindergartengesetz oder unserer Idee eines 28-Euro-Tickets ,” fügt Schaft hinzu.

Zum Kindertag muss auch daran erinnert werden, politische Entscheidungen immer aus der Sicht der Jüngsten zu betrachten. Kindergrundsicherung bedeutet für uns eine gesamtgesellschaftliche, eine Mehrgenerationen-Aufgabe.

Unser Verständnis von Absicherung für Kinder und Familien spiegelt sich in konkretem politischen Handeln wieder. Deshalb sind wir froh, dass das Projekt “Vielfalt vor Ort” in den Kindergärten fortgeführt wird.

Zum internationalen Kindertag am 1. Juni wünschen wir allen Kindern, Eltern, Großeltern und Familien Zeit füreinander.

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