Kein Gespräch mit Nazis

Knut Korschewsky

Die NPD Thüringen behauptet in einem Schreiben an den „Stern“, dass es zu einem Treffen zwischen einem ihrer Funktionäre und dem Landesvorsitzenden der Linkspartei.PDS Thüringen, Knut Korschewsky, gekommen ist, in dessen Verlauf über ein Kooperationsabkommen zur Durchführung einer Demonstration der NPD am 1. Mai in Erfurt zwischen Linkspartei.PDS Thüringen und NPD gesprochen worden sei.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS Thüringen, Knut Korschewsky, dass diese Behauptung jeden Wahrheitsgehalt entbehre und er die NPD auf Unterlassung dieser Aussage durch eine gerichtliche Anordnung verklage. „Mit der NPD könne und werde es keine Zusammenarbeit geben, gleiches gelte für die Mitglieder dieser Partei, die den Holocaust leugnen, die Gewalt gegen Menschen anderer Hautfarbe, Kultur oder Glaubensrichtung propagieren und gegen die demokratische Grundordnung eintreten“, so Korschewsky.

Der absichtsvoll inszenierte Versuch von NPD-Kadern, unter Vortäuschung falscher Tatsachen mittels eines privaten Anliegens, einen offiziellen Gesprächskontakt vorzutäuschen, mache deutlich, dass mit „Stürmer“-Methoden Tatsachen geschaffen und politische Kontrahenten denunziert werden sollen.

f.d.R. Jürgen Spilling