In Trauer und tiefer Dankbarkeit um Anke Hofmann-Domke
Im tiefen Schmerz nehmen wir Abschied von Anke Hofmann-Domke, die gestern nach längerer Krankheit und doch viel zu plötzlich im Alter von 63 Jahren von uns gegangen ist. Wir nehmen Abschied von einer Genossin und guten Freundin, die über Jahrzehnte hinweg die soziale Seele unserer Partei in Thüringen geprägt hat.
Seit 2011 wirkte sie sieben Jahre als Landesgeschäftsführerin der Linken Thüringen, eine Aufgabe, der sie mit unermüdlicher Energie, organisatorischer Klarheit und politischer Weitsicht nachging. Sie verstand es wie kaum eine andere, Landes- und Kommunalpolitik zu verbinden, Strukturen zu stärken und die Partei fest in der Zivilgesellschaft zu verankern. Ihr unerschütterliches Engagement für soziale Gerechtigkeit, für die Angleichung der Lebensverhältnisse und für eine solidarische Gesellschaft war für viele in der Linken Orientierung und Ansporn.
Ihr kommunalpolitisches Engagement im Ilmkreis und darüber hinaus war beständiges Fundament ihres Wirkens. Seit 1982 Mitglied im Kreistag, seit 1994 Stadträtin, ab 2014 auch als Vorsitzende des Stadtrates Ilmenau, setzte sie sich beharrlich für soziale Belange ein. In Vereinen wie Frau AKTIV und dem Regionalverband der Volkssolidarität Mittelthüringen e. V., dem sie seit 2004 vorstand, verband sie politisches Handeln mit praktischer Solidarität. Auch ihre Arbeit für das KOPOFOR, den Kreisvorstand des Ilm-Kreises, zeugt von ihrer tiefen Verwurzelung in der Kommunalpolitik und ihrem konkreten Einsatz für die Menschen vor Ort.
2019 wurde sie zur Sozialdezernentin der Stadt Erfurt gewählt, wo sie mit großer Empathie und fachlicher Kompetenz das soziale Gefüge unserer Landeshauptstadt gestaltete. Von 2019 bis Januar 2025 wirkte sie ebenfalls als Bürgermeisterin. Besonders während der Corona-Pandemie zeigte sich ihre ganze Stärke: Sie organisierte Unterstützung für vulnerable Gruppen, koordinierte Hilfen für Familien, Pflegeeinrichtungen und soziale Projekte und sorgte dafür, dass niemand vergessen wurde. Ihr Einsatz war geprägt von Menschlichkeit, Ruhe und tiefem Verantwortungsgefühl – Eigenschaften, die uns Erinnerung und Ansporn sein werden.
Ihr Lebensweg – über die Arbeit in sozialen Vereinen bis hin zu ihren zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen – zeigt, wofür sie kämpfte: ein selbstbestimmtes Leben für alle, soziale Sicherheit und Solidarität statt Ausgrenzung und Ungleichheit.
Auch als Mensch wird Anke uns unendlich fehlen. Sie war fröhlich, humorvoll und offen – jemand, dem man sich gerne anvertraute. Ihre Familie, ihr Zuhause und ihr Garten lagen ihr besonders am Herzen. Mit ihrer Herzlichkeit und Wärme konnte sie jeden Raum erhellen und Menschen zusammenbringen. Wer Anke kannte, spürte sofort ihre Lebensfreude und ihr großes Herz. Wir verlieren mit ihr eine mutige Kämpferin, eine kluge Organisatorin und eine warmherzige Genossin, deren Wirken weit über ihre Ämter hinausreichte.
Die beiden Landesvorsitzenden Katja Maurer und Ralf Plötner erklären:
„Anke Hofmann-Domke hat unsere Partei über viele Jahre mit Klarheit, Warmherzigkeit und unerschütterlicher sozialer Haltung geprägt. Ihr Einsatz für die Menschen – ob als Landesgeschäftsführerin oder als Sozialdezernentin in Erfurt – war stets von echter Nähe, Verantwortungsbewusstsein und Mut getragen. Wir verlieren eine Genossin, die Politik nie als Selbstzweck verstand, sondern als Dienst an der Gemeinschaft. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei ihrer Familie, der wir von Herzen Kraft, Zusammenhalt und Trost wünschen.“
Die beiden Kreisvorsitzenden des KV Ilm-Kreis, Jenny Rotter und Lutz Kellermann, fügen hinzu:
Ankes Herzlichkeit, Bestimmtheit, Klarheit, ihre Wärme – ihr Engagement und ihr unermüdlicher Einsatz dafür, das Leben der Menschen im Ilm-Kreis zu gestalten und konkret zu verbessern, haben unseren Verband geprägt. Ihr politisches Handeln war gezeichnet von unerschütterlicher Energie und Weitsicht. Der Kreisverband Ilm-Kreis ist tief betroffen. Eine einzigartige Genossin, Kollegin und Freundin ist von uns gegangen. Sie wird uns unendlich fehlen.
"Als Freundin und Wegbegleiterin in den letzten 35 Jahren habe ich Anke als eine bemerkenswerte Frau erlebt, die sich mit Herz und unermüdlichem Einsatz für Gleichstellung, Frauenrechte und gegen Diskriminierung starkgemacht hat. Zunächst auf vielfältige Weise ehrenamtlich, später als Sozialdezernentin, hat sie Wege geschaffen, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen und damit vielen Menschen echte Chancen eröffnet", schließt Karola Stange, Fraktionsvorsitzende der Linken im Erfurter Stadtrat ab.

