Für einen barrierefreien Warntag
Zum fünften bundesweiten Warntag weist der Thüringer Landesverband der Linken auf die Befürchtungen von älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen hin. Die Landesvorsitzende Katja Maurer warnt: „Besonders für diese Personengruppen ist der Zugang zu Warnungen noch immer ein Problem, das sich ohne digitale Kompetenz noch verschärft“. Eine im Zweifelsfall lebensrettende Warnung darf aber nicht an einer Behinderung oder am Alter scheitern. In Notfällen können behinderte Menschen besonders betroffen sein, sie brauchen gute und barrierefreie Informationen. Besonders gehörlose Menschen stehen vor großen Problemen, wenn sie die Sirenen nicht hören können und Warnungen nicht in Gebärdensprache gedolmetscht werden. Maurer fordert: „Bei Konzepten des Katastrophenschutzes müssen von Anfang an Menschen mit Behinderungen mitgedacht und mit einbezogen werden. Rettungskräfte und Hilfsorganisationen müssen für die besonderen Bedürfnisse im Katastrophenfall sensibilisiert werden, Warnungen müssen in Gebärdensprache übersetzt und relevante Informationen in Leichter Sprache bereitgestellt werden.“
