Freigabe der Ladenöffnungszeiten birgt große Risiken
Der Landesvorstand der Linkspartei.PDS hat sich in seiner Sitzung am 17.11.2006 mit den Fragen der Debatte um das Ladenschlussgesetz beschäftigt.
Die Tatsache, dass auch in Thüringen mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion des Thüringer Landtags die völlige Freigabe der Ladenöffnungszeiten umgesetzt werden soll, wurde kritisiert.
Der vorliegende Gesetzentwurf beinhaltet kaum Regelungen zum Schutz der Beschäftigten. Es geht darum, so Knut Korschewsky, Vorsitzender der Linkspartei.PDS Thüringen, dieses Gesetz durch strenge Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitnehmerschutzrechte zu begleiten.
Die Forderung nach einem Mindestlohn von 8 Euro erhält vor dem Hintergrund der völligen Freigabe der Ladenöffnungszeiten eine noch größere Bedeutung. Ohne Mindestlohn entstehen in diesem Bereich noch mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die das Einkommen einer Familie nicht sichern können. Der Abbau von Beschäftigten ist in diesem Bereich geradezu vorprogrammiert, weil das Ladensterben durch diese Entscheidung weiter forciert wird. Betroffen werden vor allem kleine Handelseinrichtungen sein, die dem Druck der großen Handelsketten nicht mehr standhalten können.
Die Linkspartei.PDS Thüringen wird sich gemeinsam mit den Gewerkschaften dafür einsetzen, dass die Interessen der Beschäftigten im Einzelhandel und der Besitzer der kleinen Läden stärker berücksichtigt werden als bisher.
f.d.R. Jürgen Spilling
