Antisemitismus entschieden entgegentreten
Um das gesamtparteiliche Problem eines israelbezogenen Antisemitismus anzugehen, strebt Die Linke Thüringen an, die Landesverbände von Die Linke zusammenzuführen. Außerdem kritisiert der Thüringer Landesverband Beschlüsse des Niedersächsischen Landesparteitages am vergangenen Wochenende als Angriff auf die Werte der Partei. Neben dem öffentlich diskutierten Beschluss zu einer Ablehnung „des heute real existierenden Zionismus“ stößt besonders ein Beschluss auf Empörung, der sich gegen die Arbeit der unabhängigen Landesschiedskommission (LSK) der Linken in THüringen richtet. Die Landesvorsitzenden Katja Maurer und Ralf Plötner erklären: „Nur äußerst schlecht kaschiert und mit Hinweis auf die „historische Erfahrung“ der Partei wird der Beschluss der LSK vom 23.02.2026 in einen Zusammenhang mit Zensur und Ausgrenzung gerückt. Dies weisen wir als üble Stimmungsmache aufs Schärfste zurück. Wir werden weiterhin Antisemitismus entschieden entgegentreten und weisen ihn nicht erst seit dem Niedersächsischen Parteitag auch in den eigenen Reihen ohne Wenn und Aber zurück. Dies sollte schon mit Blick auf die Zunahme antisemitischer Vorfälle in Thüringen eine Selbstverständlichkeit sein. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen registrierte im vergangenen Jahr einen Höchststand dokumentierter antisemitischer Vorfälle in Thüringen. Ein Grund dafür ist das deutliche Anwachsen israelbezogenen Antisemitismus im Zuge des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023, der auch von einem „Antizionismus“ befeuert wird. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und der aktuellen globalen wie lokalen Entwicklungen bleibt es unerlässlich, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Unsere Solidarität gilt den Betroffenen.“
