17. Juni 1953: Sozialismus geht nur demokratisch DIE LINKE.Thüringen gedenkt der Opfer und setzt weiter auf Aufarbeitung
DIE LINKE in Thüringen gedenkt des 70. Jahrestags des Aufstands am 17. Juni 1953 und betont die weiterhin große Bedeutung einer differenzierten Aufarbeitung der Ereignisse.
Der ursprünglich von Arbeitern ausgehende Aufstand am 17. Juni 1953 war ein entscheidender Moment im Kampf für bessere Lebensbedingungen, freie Wahlen und mehr Demokratie in der DDR. Viele Menschen bezahlten dies mit ihrer Freiheit oder gar mit ihrem Leben. Die zahlreichen Proteste und Demonstrationen, auch hier in Thüringen, sind deshalb ein Symbol für den Mut und den Widerstand der Menschen gegen das damalige SED-Regime.
DIE LINKE setzt sich für ein angemessenes Gedenken an den Aufstand und die Schaffung einer zeitgemäßen Erinnerungskultur durch die Fortsetzung der wissenschaftlichen Aufarbeitung ein. Es ist von großer Bedeutung, die Vielfalt der Protestformen und die individuellen Geschichten der Beteiligten zu würdigen, ohne sie zu instrumentalisieren. Die in beiden damaligen deutschen Staaten im Nachgang verwendeten Begriffe vom „Volksaufstand“ oder vom „faschistischen Putsch“ waren weder ausreichend genau noch differenziert genug, um der historischen Dimension des Geschehens gerecht zu werden.
Für die Thüringer LINKE ist der 17. Juni 1953 fortwährende Mahnung, dass der Kampf um soziale Rechte niemals getrennt werden dürfte vom Ringen um Freiheitsrechte. Aus dieser Lehre formuliert die LINKE.Thüringen ihr Gesellschaftsziel des demokratischen Sozialismus.
Die Erinnerung an die damaligen Geschehnisse setzt auch ein Zeichen für Freiheit, Demokratie und ungeteilte Menschenrechte. Diese Errungenschaften einer demokratischen, offenen Gesellschaft müssen von Sozialist:innen verteidigt werden.
DIE LINKE. Thüringen ruft dazu auf, den 70. Jahrestag des 17. Juni 1953 zu nutzen, um gemeinsam an die Opfer des SED-Regimes zu erinnern und sich für eine gerechte Aufarbeitung einzusetzen. Nur durch eine differenzierte Betrachtung der Vergangenheit können wir die Herausforderungen der Gegenwart besser verstehen und eine solidarische Zukunft gestalten.
