Tarifbindung gegen die wachsende Ungleichheit
„Mit einer Stärkung der Tarifbindung können wir wachsender Ungleichheit, Armut und Polarisierung entgegentreten“. Damit kommentiert der Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Ralf Plötner, die Ergebnisse des aktuellen Umverteilungsberichts des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans Böckler Stiftung. Wer wie Wirtschaftsministerin Colette Boos-John die Forderungen nach einer Tarifbindung als „ideologisch geprägt“ bezeichnet, nimmt die Gefährdung der Demokratie in Kauf und produziert Armut. Einkommensungleichheit führt dazu, dass Menschen das Vertrauen in das politische System verlieren. Dies betrifft bundesweit vor allem rund ein Viertel der Haushalte, die laut Studie in Armut leben müssen. Plötner erklärt: „Neben einem starken Sozialstaat sorgen Tarifbindung und faire Tarife dafür, dass Arbeit heute zum Leben reicht und im Alter eine anständige Rente ermöglicht. Aus diesem Grund unterstützt Die Linke in Thüringen die Forderungen der IG Metall in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie und ihre aktuellen Warnstreiks in Thüringen.“
