Rechte schlagen Linken-Mitglied in Gera zusammen
Drei Angehörige der extremen Rechten haben am Montagabend in Gera ein Parteimitglied der Linken brutal zusammen geschlagen und verletzt. Die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Katja Maurer, erklärt: „Wir sind sprachlos angesichts der Brutalität. Wir wünschen dem Betroffenen viel Kraft und eine schnelle Genesung und begleiten ihn natürlich dabei“.
Der 47-jährige war auf dem Heimweg von einer Veranstaltung des Aktionsbündnis „Gera gegen Rechts“, als die drei Männer ihn angriffen. Sie traten ihm in die Kniekehlen und schlugen auf ihn ein, als er am Boden lag. Er erlitt eine leichte Hirnquetschung sowie eine angebrochene Rippe und befindet sich noch im Krankenhaus.
Maurer abschließend: „Der Angriff ist kein Einzelfall: bei einer rechten Gewalttat Ende September wurde ein Mitglied der Linken in Mühlhausen von einem maskierten Täter verletzt. Auch der aktuelle Angriff zeigt, dass es zunehmend gefährlicher wird, sich öffentlich politisch zu engagieren, weil rechte Gewalt immer offener ausgelebt wird“.
Gera und Ostthüringen sind seit Jahren ein Hotspot rechter Gewalt, die sich seit dem Ende der Corona-Maßnahmen 2022 besorgniserregend verstetigt hat. Mit der Veranstaltungsreihe „Gutes für Gera“ setzt das Aktionsbündnis Gera gegen Rechts seit Mitte 2024 jede Woche ein kraftvolles Zeichen für Demokratie, Toleranz und ein solidarisches Miteinander.
