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„Nie wieder!“ praktisch werden lassen

Katja Maurer, Ralf Plötner, Christian Schaft

Der 9. November 1938 war das Initial zum Holocaust, der Übergang zur systematischen Verfolgung und Ermordung. der jüdischen Bevölkerung in Deutschland.

Dazu erklärt die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Katja Maurer: „Der Jahrestag der Pogrome mahnt uns, das Gedenken verpflichtet uns zu mehr als nur bloßem Erinnern. Es darf sich nicht in Sonntagsreden erschöpfen, es muss die Losung „Nie wieder!“ mit Leben füllen und praktisch werden lassen. Das heißt für uns, für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der Antisemitismus keinen Platz hat und in der wir auch mit uns selbst kritisch ins Gericht gehen. Denn der demokratische Anspruch unserer Gesellschaft misst sich daran, ob Minderheiten hier sicher leben können.“

Der Co-Landesvorsitzende Ralf Plötner ergänzt: „Für dieses universelle Schutzversprechen müssen wir immer wieder unsere Stimme erheben, denn ein Schweigen signalisiert nicht Neutralität, sondern Zustimmung. Wie Hape Kerkeling treffend erklärt hat: ‚Wer schweigt, wenn die Demokratie angegriffen wird, hat sich schon für eine Seite entschieden‘. In Thüringen hat die Zahl antisemitischer Vorfälle einen neuen Höchststand erreicht. Jeder ist ein Angriff auf die Offenheit und Vielfalt unserer Gesellschaft.“

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringer Landtag, Christian Schaft fordert: „Einen Schlussstrich unter die Geschichte darf es nie geben. Aus ihr lernen heißt Jüdinnen und Juden aktiv vor Antisemitismus, Gewalt und Verfolgung zu schützen. Ebenso gilt es, die jüdische Landesgemeinde in Thüringen und ihre Partner*innen dabei zu unterstützen, jüdisches Leben und dessen lebendige Kultur sichtbar zu machen“.

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