Lernmittelfreiheit statt Bildungsungerechtigkeit
Zum Schulbeginn in Thüringen macht sich die Linke für eine analoge und digitale Lernmittelfreiheit stark. „Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich viele Menschen den Schulbesuch nicht leisten können“, befürchtet der Co-Vorsitzende der Thüringer Linken, Ralf Plötner.
Ein entsprechender Vorstoß von Rot Rot Grün war in der vergangenen Legislatur an der CDU gescheitert. Hintergrund sind u.a. überdurchschnittliche Preissteigerung für Schul- und Lehrbücher und für Schreib- und Zeichenmaterial. „Damit öffnet sich die soziale Schere weiter und die Bildungsungerechtigkeit steigt weiter an“, sagt die Vorsitzende der Linken, Katja Maurer. Wenn die Koalition bestmögliche Bildungschancen für jedes Kind in Thüringen schaffen will, muss sie konkrete Schritte unternehmen. Schon die Finanzierung der schulischen Grundausstattung stellt viele Eltern vor massive Probleme. Gleiches gilt auch für den digitalen Unterricht. Wer kein Endgerät besitzt, sich keines leisten kann und auch finanzielle Probleme bei Folgekosten und der benötigten Software hat, wird beim Lernen benachteiligt. Dazu kommen gestiegene Kosten wie beim ÖPNV und der Nachhilfe. Um jeder Schülerin und jedem Schüler die gleiche Teilhabe am Unterricht zu gewähren, brauchen wir eine analoge und digitale Lernmittelfreiheit, kostenfreie Nachhilfe und gezielte Unterstützung für benachteiligte Kinder.
