Frauen und Mädchen schützen, Femizide verhindern
„Tödliche Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, sondern ein gesellschaftliches und strukturelles Problem“. Das erklären die Landesvorsitzenden der Linken in Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, angesichts der tragischen Tötung einer 25-jährigen Frau in Zöllnitz im Saale Holzland Kreis, bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um den Ex-Partner der Frau. „In in Gedanken sind wir bei dem Opfer, ihren Verwandten und Bekannten. Thüringen muss dringend die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen und Mädchen als Pflichtaufgabe umsetzen. Dazu gehört auch die Ausweitung bestehender Schutz- und Präventionsmaßnahmen in Thüringen wie die dringend notwendige Aufstockung der Mittel für Frauenhäuser.“ Allein 2023 wurden bundesweit 938 Mädchen und Frauen Opfer von versuchten und vollendeten Femiziden, statistisch gesehen starb dabei fast jeden Tag eine Frau oder ein Mädchen. Bei zwei Dritteln der Tötungen war nach Angaben der Initiative Feminizidmap der (Ehe-)Partner oder Ex-Partner der Täter. Jeder fünfte Täter ist ein anderer männlicher Verwandter. Maurer und Plötner kritisieren: „Nach wie vor aber gibt es weder eine einheitliche Definition des Begriffs „Femizid“ noch eine systematische Erfassung in der Polizeilichen Kriminalstatistik. Auch eine Aufführung als ein Straftatbestand im deutschen Strafrecht existiert bislang nicht.“
