Wohnen in Thüringen wird deutlich teurer – Die Linke hält dagegen
Beschluss 21–2025
Wohnen wird in Thüringen immer teurer. Durchschnittlich mussten Mieterinnen und Mieter in Thüringen für die Neuanmietung einer Wohnung im Jahr 2024 35% mehr Miete zahlen als noch 10 Jahre zuvor. Die prozentual höchsten Steigerungen der Neuvermietungsmieten gab es im Eichsfeld (47%), sowie in den Landkreisen Hildburghausen und Weimarer Land (jeweils 45%). Die höchsten absoluten Mieten werden im Freistaat in Jena (11,15 Euro/m2), Weimar (9,39 Euro/m2) und Erfurt (8,90 Euro/m2) aufgerufen. Auch in diesen drei Städten fanden innerhalb der letzten Jahre enorme Erhöhungen der Mieten statt. Die Thüringer:innen müssen zudem einen immer höheren Anteil ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Die Mietbelastungsquote stieg von 2018 auf 2022 von 23,1 auf 24,3.
Die Linke stellt sich mit einer entschlossenen Politik für Mieterinnen und Mieter gegen die zunehmenden Belastungen bei Miete und Wohnen. Wenn Bundes- und Landesregierungen versagen, organisieren wir die Mieter:innen für den Kampf gegen diese unzureichende Politik. In der vergangenen Woche fanden im Rahmen der Mietenkampagne erste Versammlungen statt, bei der die Linke in Jena und Gera weit über 120 Menschen zusammenbrachte und mit ihnen nächste Schritte für lokale Kampagnen besprach.
Der Landesverband der Linken wird in den kommenden Wochen mit den Kreisverbänden Ideen für lokale Aktivitäten im gesamten Freistaat entwickeln.
Dabei fordern wir:
- das Ende von Spekulation mit Wohnraum
- einen Mietendeckel, der in Thüringen insbesondere in den Städten Erfurt, Jena und Weimar greifen soll
- eine Deckelung der Heizkosten: niemand soll sich zwischen einer warmen Wohnung und einem vollen Bauch entscheiden müssen
- mehr Wohnraum in öffentliche Hand: Wir wollen eine Landeswohnungsgesellschaft
- Kontrolle von Mietpreisen und Mietnebenkosten durch die flächendeckende Einführung von kommunalen Mietprüfstellen
- Unterstützung der Kommunen bei der Bekämpfung von Leerstand und Sanierung
- die Ausweitung der Sozialbindung – auch bei privaten Eigentümer:innen
- die Zweckentfremdung von Wohnraum (z.B. Airbnb) zu verbieten
- öffentliche Mobilitätsangebote, um den Wohnraum in allen Landesteilen zu stärken
