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Solidarität mit allen Schulstreikenden!

Sitzung am 05.12.2025

Beschluss 23 - 2025

Der Landesvorstand und der Landesausschuss von Die Linke Thüringen würdigen den Mut und das Engagement der vielen Schüler*innen, Auszubildenden und jungen Menschen, die heute im Rahmen der Schulstreiks in ganz Thüringen ihre Stimme gegen einen neuen Zwangsdienst erhoben und ihr demokratisches Recht auf Protest wahrgenommen haben. 

Junge Menschen sind zu Recht bitter enttäuscht, wenn CDU/CSU und SPD leichtfertig über ihre Zukunft entscheiden. Den heutigen Beschluss des Deutschen Bundestags zur Wehrdienstreform verurteilen wir als Die Linke Thüringen deutlich – stattdessen hätten wir den Vorschlag der Linksfraktion begrüßt die Wehrpflicht aus dem Grundgesetz zu streichen. Und auch die AfD zeigte sich im vergangenen Bundestagswahlkampf noch offen für die Wehrpflicht. Wir als Linke stellen uns hingegen konsequent an die Seite der Jugend: Gerade in diesen Zeiten braucht es echte Perspektiven für ein gutes Leben – statt der Aussicht auf graue Kasernen und Dienst an der Waffe. Wir sagen Ja zur Selbstbestimmung und Nein zu Zwangsdiensten! Wir als Linke in Thüringen werden unsere bewährten Beratungsstrukturen weiterentwickeln und in Zukunft gezielt zu den Möglichkeiten und Wegen der Wehrdienstverweigerung beraten und informieren.

Schulleitungen, Lehrkräfte und der Thüringer Bildungsminister Tischner sind aufgefordert, den Protest als Ausdruck demokratischer Willensbildung der Jugend zu unterstützen, anstatt mit Sanktionen zu drohen.

Für uns ist klar: In Schulen darf es kein Werben fürs Sterben geben. Die Bundeswehr muss raus aus den Schulen. Soldat*in zu sein ist kein Beruf wie jeder andere.

Deshalb fordern wir das Bildungsministerium auf, sicherzustellen, dass an allen Thüringer Schulen verpflichtend über das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung informiert wird, wie es Artikel 4, Absatz 3 des Grundgesetzes garantiert

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