Verharmlosung des Klimawandels gefährdet Menschenleben

Katja Maurer

Dieses Jahr werden die geringsten Zuflüsse in die Wasserreserven in den Thüringer Talsperren seit Beginn der Aufzeichnungen 1967 verzeichnet. Nicht nur unsere Gewässer werden durch die trockenen Sommer und Dürreperioden beeinträchtigt. Sie haben unsere Wälder geschädigt, Land- und Forstwirtschaft leiden unter erheblichen Verlusten. Die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Katja Maurer, erklärt: „Die konkreten Folgen des Klimawandels werden damit auch in Thüringen erfahrbar. Sie strafen diejenigen Lügen, die noch immer einen menschengemachten Klimawandel leugnen oder verharmlosen und entsprechende Fake News verbreiten.“ Dabei bleibt der Klimawandel weiterhin eine der größten Bedrohungen und erfordert ein schnelles Handeln.

Forscher der NGO „Climate Central“ haben zwischen Mai 2024 und Mai dieses Jahres 50 Tage mit extremer Hitze in Deutschland gezählt, die Hälfte davon ging auf den Klimawandel zurück. Weil die fortschreitende Erwärmung tödlich sein kann, müssen auch Hitzeaktionspläne entwickelt werden. Allein in den vergangenen zwei Jahren waren bundesweit insgesamt 6.000 hitzebedingte Sterbefälle zu beklagen. Trotzdem ist seit dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz zum Ausbau des Hitzeschutzes vor fünf Jahren nicht viel passiert, nach dem auf kommunaler Ebene „bis 2025 eine flächendeckende Erstellung von Hitzeaktionsplänen“ vorangetrieben werden soll. Eine Grundlage bildet seit 2023 die „Kommunale Hitze-Toolbox Thüringen“. Maurer fordert: „Angesichts der leeren kommunalen Kassen muss der Bund Hitzeschutz zur Pflichtaufgabe erklären und fördern. Das gilt nicht nur für den morgigen Donnerstag, wenn der heißeste Tag des Jahres erwartet wird.“