Mitte Deutschland Verbindung nicht aufs Abstellgleis
Der Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Ralf Plötner, fordert von Ministerpräsident Mario Voigt, bei seinem Treffen mit Bundesverkehrsminister Schnieder vehement auf den Ausbau und die längst überfällige Elektrifizierung der Mitte Deutschland Verbindung zu pochen. Plötner erklärt: „Mario Voigt muss gegenüber dem Bund jetzt klar Position beziehen. Thüringen darf nicht hinnehmen, dass ein zugesagtes Infrastrukturprojekt stillschweigend beerdigt wird. Die Merz-Regierung muss die versprochenen Mittel bereitstellen und den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung schnellstmöglich auf den Weg bringen.“ Bereits 2017 hatte der damalige Verkehrsminister Dobrindt in einen entsprechenden Vertrag mit Bodo Ramelow eingewilligt, Ende des vergangenen Jahres hatte Bundeskanzler Merz den Ausbau zur Chefsache erklärt. „Die Absage der Mitte-Deutschland-Verbindung wäre ein fatales Signal für Thüringen und an den Osten Deutschlands. Sie ist eine Bankrotterklärung der Merz-Regierung beim dringend notwendigen Ausbau des Schienennetzes. Wer den Ausbau dieser Strecke auf Eis legt, lässt tausende Pendlerinnen und Pendler zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz im Regen stehen“, so Plötner. „Die Menschen entlang der Strecke warten seit Jahren auf verlässliche, moderne und schnelle Bahnverbindungen. Statt immer neuer Ankündigungen braucht es endlich rollende Bagger, den Bau von Oberleitungen und konkrete Fortschritte. Die zugesagten Investitionen dürfen nicht wieder auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden."
