"Equal Care Day": Gleichberechtigung bedeutet gerechte Aufgabenverteilung!
Seit 2020 findet in Deutschland der „Equal Care Day“ statt. Damit soll auf die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern aufmerksam gemacht werden. Frauen leisten nach wie vor den Großteil der Care-Arbeit – sowohl im Beruf als auch im Privaten, und das oft unbezahlt. Der Gender Care Gap, der diese Ungleichverteilung beschreibt, ist ein strukturelles Hindernis für echte Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe.
Zum heutigen "Equal Care Day" erklärt die Landesvorsitzende der Partei Die Linke Thüringen, Ulrike Grosse-Röthig: „Die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit beginnt nicht erst im Beruf, sondern in den eigenen vier Wänden. Mental Load, also die unsichtbare Last der Planungs- und Organisationsarbeit, fällt fast immer auf Frauen. Das hat massive Auswirkungen auf ihre berufliche und gesellschaftliche Teilhabe. Es ist höchste Zeit, dass Männer mehr Verantwortung übernehmen – nicht als ‚Hilfe‘, sondern als Selbstverständlichkeit.“
Und Christian Schaft, Landesvorsitzender der Partei Die Linke Thüringen, betont: „Wenn wir echte Gleichberechtigung wollen, müssen wir dafür sorgen, dass Aufgaben im Haushalt, bei der Kinderbetreuung und in der Pflege fair verteilt werden. Dazu braucht es mehr Geld für beitragsfreie Bildung vom Kindergarten an, der Unterstützung bei den Pflegekosten oder auch Unterstützung von älteren Menschen wie durch das Landesprogramm AGATHE mit ihren Dorfkümmerer*innen bis hin zu einer faireren Bezahlung in Care-Berufen.“
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind gemeinsam gefordert, diesen Missstand zu beheben. Denn die Unsichtbarkeit von Sorgearbeit verschärft auch die Ungleichheit zwischen arm und reich.
