Höcke empfiehlt HJ-Leitsatz
Der Thüringer AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Björn Höcke spielt öffentlich erneut mit einem Begriff aus der nationalsozialistischen Propaganda. Interessieren scheint das aber offenbar niemand.Im Zusammenhang mit der Zukunft des neuen Jugendverbandes der AfD hatte Höcke in sozialen Netzwerken den Leitsatz der NS-Jugendorganisationen verwendet. Er wird vor allem mit der HJ verbunden. Die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Katja Maurer, erklärt: „Auch wenn er inzwischen den Post kommentarlos gelöscht hat, liegt dessen Intention auf der Hand. Der studierte Geschichtslehrer greift einen solch zentralen Begriff bewusst auf und tut so, als könne man ihn unabhängig von seinem nationalsozialistischen Hintergrund verwenden. Ein solcher Geschichtsrevisionismus verharmlost den deutschen Nationalsozialismus, relativiert die Verbrechen seines Regimes und zielt auf eine „Normalisierung“ der Geschichte“. Der Co-Vorsitzende Ralf Plötner ergänzt: „Dafür ist Höckes aktuelle Äußerung nur ein Beispiel, für andere wurde er bereits wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Mit der Linken ist eine solche Geschichtsklitterung nicht zu machen, wir werden uns weiterhin der AfD und ihrer Politik entgegen stellen“.
