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Susanne Hennig-Wellsow

Hennig-Wellsow fordert gerechte Impfstoff-Verteilung

Vor dem Hintergrund der Entwicklung von Corona-Impfstoffen, die weltweit auf Hochtouren läuft, erklärt die Landesvorsitzende der Partei Die Linke in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow: »Wir wissen nicht, wann ein erster Impfstoff gegen das Sars-CoV-2 Virus zugelassen wird. Aber wenn er kommt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich sowohl die Produktion ausreichender Impfstoff-Dosen als auch die Impfung von Millionen Menschen über mehrere Monate hinziehen wird«, so Hennig-Wellsow. Damit stelle sich unter anderem die Frage, wer nach welchen Kriterien zuerst geimpft wird, so die LINKEN-Politikerin.

Hennig-Wellsow mahnte an, dass Geld nicht über eine Impfung entscheiden dürfe. Auch eine private Krankenversicherung dürfe keinen privilegierten Zugang zum Impfstoff bieten. Zudem sollten »mit der größten Dringlichkeit diejenigen geimpft werden, die ihn am meisten brauchen, und denen es am meisten nutzt – also vor allem Risikopatient*innen und Menschen mit stark erhöhter Ansteckungsgefahr, zum Beispiel bestimmte Beschäftigte im Gesundheitswesen.« Die Landesvorsitzende verwies dazu auf die Kriterien- und Prioritätenlisten der EU und der WHO, die gute Anhaltspunkte bieten würden.

Eine bundeseinheitliche Regelung für die Verteilung sei ebenso notwendig wie eine breite Beteiligung von Vertreter*innen betroffener Gruppen in die Erarbeitung eines geeigneten Verfahrens zur Verteilung. Hennig-Wellsow plädierte dafür, »zum Beispiel Sozialverbände oder Gewerkschaften mit in die Erstellung der Auswahlkriterien für Corona-Impfungen einzubinden«.

Hennig-Wellsow forderte zudem, die Impfstoffverteilung auch global gerecht zu organisieren. »Es darf nicht sein, dass die reichen Länder sich den Großteil der ersten Impfstoffe sichert und der Rest der Welt nur ein paar ›humanitäre Reste‹ bekommt. Ein Corona-Impfstoff ist ein globales öffentliches Gut, als solches hat ihn auch Angela Merkel einmal bezeichnet. Das muss jetzt auch ernsthaft berücksichtigt werden und ein Impfstoff gerecht – das heißt, nach Bedarf, und nicht nach Geldbeutel – verteilt werden.«


Pressekontakt

Paul Becker

Pressesprecher
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