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Ulrike Grosse-Röthig, Christian Schaft

Erinnern heißt handeln

Mit dem 11. April 2022 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald zum 77. Mal. Buchenwald ist und bleibt ein Symbol für die absolute Entmenschlichung, Erniedrigung, unaussprechliches Leid und die Verbrechen des von den Massen getragenen Systems des Nationalsozialismus. Buchenwald mahnt uns, nie zu vergessen.

Fast 280.000 Inhaftierte und ca. 56.000 Tote - Zahlen, die die industrielle Dimension dieses Grauens greifbar machen. Diesen Menschen gelten heute unsere Gedanken.

»Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.« Dieser Schwur von Buchenwald ist in zweifacher Hinsicht aktueller denn je. In den letzten beiden Jahren wurden immer Relativierungen der Verbrechen des Nationalsozialismus unter dem Deckmantel der Kritik an der Bewältigung der Pandemie bei illegalen Demonstrationen auf die Straße getragen. Antisemitismus und Verschwörungserzählungen brachen sich wieder Bahn.

Seit Februar blicken wir voller Sorge auf den verbrecherischen Angriffskrieg Putins auf die Ukraine. Viele KZ-Überlebende in der Ukraine sind durch diesen Krieg ein weiteres Mal an Leib und Leben bedroht. Der Tod des Buchenwald-Überlebenden Boris Romantschenko durch das russische Bombardement in Charkiw erschütterte uns sehr.

Erinnern heißt handeln. Der Schwur von Buchenwald mahnt uns, nicht gleichgültig zu werden und unsere Augen vor Angst und Leid zu verschließen. Alle die auf der Flucht sind, brauchen einen geschützten Raum des Ankommens und wir wollen alles tun um dies zu ermöglichen.

Nach den Einschränkungen der letzten Jahre kann das Gedenken in diesem Jahr wieder in einem breiteren Rahmen stattfinden. Wir danken insbesondere der Gedenkstätte und ihren Mitarbeiter:innen sowie den Vereinen und Initiativen, darunter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VNN/BdA), den Zeitzeug*innen und vielen Ehrenamtlichen, die die Erinnerung am Leben halten und das Gedenken organisieren, sowie allen Antifaschist*innen, die sich jeden Tag konsequent gegen alte und neue Nazis engagieren.


Pressekontakt

Wolfgang Albold

Pressesprecher
Tel.: 0361 - 60 111 43
Fax.: 0361 - 60 111 41
Mobil: 0173 - 39 63 195;
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