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LINKE will plurale wirtschaftswissenschaftliche Theorie und Wirtschaftspolitik

DIE LINKE Thüringen hat am vergangenen Wochenende auf ihrem Landesparteitag in Gera in ihr Wahlprogramm einstimmig die Forderung nach einer Professur für Plurale Wirtschaftswissenschaft (Heterodoxe Ökonomie) und ein entsprechendes wirtschaftspolitisches Forschungs- und Beratungsinstitut mit sozial-ökologischer Ausrichtung aufgenommen. Damit will Die LINKE  die Grundlage für mehr Vielfalt in der wirtschaftswissenschaftlichen Bildung und Forschung sowie der wirtschaftspolitischen Beratung schaffen. Diese Forderung ist nicht neu, denn schon seit 2003 fordern Studierende, die sich im Netzwerk für Plurale Ökonomik engagieren, Vielfalt in der Lehre und Forschung zu berücksichtigen. Mittlerweile verfügt das Netzwerk bundesweit fast an allen Hochschulstandorten über assoziierte Gruppen. Das Netzwerk ist zudem Teil einer weltweiten Bewegung.

Der Lehrstuhl für Plurale Ökonomik soll der neoklassischen Lehre und dem neoliberalen Mainstream in den Wirtschaftswissenschaften Denken, Forschung und Lehre vielfältigeren Zuschnitts zur Seite stellen. Denn das neoklassische Paradigma dominiert die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten. Die übergroße Mehrheit der Professuren richtet ihre Lehre und Forschung ausschließlich nach dieser Theorie aus. Auf der wirtschaftspolitischen Ebene trifft sich neoklassische Lehrschule durchaus mit verschiedenen weiteren Schulen, wie dem Ordoliberalismus oder der österreichischen Schule. Aber: Die neoliberale Wirtschaftspolitik ist der „Konsens“ verschiedener liberaler Schulen. Auch die überwältigende Mehrheit der  wirtschaftspolitischen Forschungs- und Beratungsinstituten, deren Analysen, Einschätzung und Empfehlungen von Regierungen eingeholt werden, haben sich dem Neoliberalismus verschrieben. Sie sehen die Deregulierung von Märkten, die Privatisierung von staatlichen Betrieben und die weitere Ausdehnung des Finanzmarktes als Errungenschaft an und propagieren diese vehement. Zudem unterhalten die einzelnen Mainstream-Schulen diverse einflussreiche Think Tanks, die in die Öffentlichkeit und in die Politik hineinwirken. Die Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“, welche von den Arbeitgeberverbänden der Metall und Elektroindustrie finanziert wird, ist ein Beispiel dafür.


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