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9. November: 1848, 1918, 1938, 1989

Der 09. November ist wie ein Brennglas in der deutschen Geschichte, ist also ein Tag, der uns geradezu auffordert die Stimme zu erheben für Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Überwindung von Rassismus und Menschenhass.

 

1848 stand im Mittelpunkt der Märzrevolution die Forderung nach nationaler Einheit und Unabhängigkeit und die soziale Frage. Der 9. November 1848 markierte mit der Erschießung des Frankfurter Parlamentsabgeordneten, Robert Blum, in Wien das Ende der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes.

1918 fand die Novemberrevolution statt, mit der auch der 1. Weltkrieg beendet wurde. Das ist jetzt 100 Jahre her und viele Forderungen aus der damaligen Zeit sind noch heute aktuell. Die Forderungen nach Frieden, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit wurden durch die Kieler Matrosen auf die Straße getragen und erfassten das ganze Land. Die erste Republik auf deutschen Boden wurde ausgerufen und das Ende der Monarchie besiegelt. Doch der jungen Republik fehlte es an Geschlossenheit, Unterstützung und Rückhalt in der Bevölkerung. Massenarbeitslosigkeit, Kriegsschäden und Reparationsforderungen aus dem Ersten Weltkrieg stellten die Weimarer Demokratie vor eine Zerreißprobe. Europaweit erlangten antidemokratische Strömungen Aufwind und lieferten den Nährboden für den aufkommenden Nationalsozialismus.

1938, vor 80 Jahren, ging die Nacht vom 09. zum 10. November als Reichspogromnacht in die Geschichte ein und wurde zum Ausgangspunkt für die organisierte Vernichtung von Jüdinnen und Juden durch den deutschen Faschismus. Die antisemitischen Ausschreitungen waren von der nationalsozialistischen Führung organisiert, die die Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Bürger seit der "Machtergreifung" Hitlers 1933 systematisch vorantrieb.

1989 wurde am 9. November die Öffnung der innerdeutschen Grenze, unter dem Druck der Montagsdemonstrationen und tausender Ausreisender, bekanntgegeben und damit der erste Schritt zur Vereinigung Deutschlands gegangen. Leider wurden viele Hoffnungen und Erwartungen aus diesem Prozess enttäuscht und auch heute noch, fast 30 Jahre danach, sind die Lebensverhältnisse im Osten des Landes nicht angeglichen.


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