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Schule, Bildung

Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule DIE LINKE. Thüringen: Schulentwicklung statt Klage

Mit Unverständnis reagierte Doreen Amberg, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule der Partei DIE LINKE. Thüringen und zugleich Mitglied des Landesvorstandes der Partei auf die Absicht des Landkreises Weimarer Land, gegen den Bescheid des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zu klagen. „Eine Klage ist freilich ein legitimes und einfaches Mittel. Jedoch wird der Landkreis nicht umhin kommen, sich über Kooperationen und Sprengelmodelle Gedanken zu machen. Das System der kleinen Schulen hat viele Nachteile. Der Kreis sollte eindringlich den Bericht der parteiunabhängigen Kommission Zukunft Schule lesen. Ein Weiter so kann es nicht geben“, so Amberg.

Mit Unverständnis reagierte Doreen Amberg, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule der Partei DIE LINKE. Thüringen und zugleich Mitglied des Landesvorstandes der Partei auf die Absicht des Landkreises Weimarer Land, gegen den Bescheid des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zu klagen. "Eine Klage ist freilich ein legitimes und einfaches Mittel. Jedoch wird der Landkreis nicht umhin kommen, sich über Kooperationen und Sprengelmodelle Gedanken zu machen. Das System der kleinen Schulen hat viele Nachteile. Der Kreis sollte eindringlich den Bericht der parteiunabhängigen Kommission Zukunft Schule lesen. Ein Weiter so kann es nicht geben", so Amberg.

Ein Schulnetzplan hat laut §41 Thüringer Schulgesetz Schulen vorzuhalten, die "eine Größe haben, die eine Differenzierung des Unterrichts ermöglicht." (§41(2) ThürSchulG) Dabei soll eine Ausgeglichenheit in Thüringen beachtet werden. "Es ist ja nicht so, dass der Schulnetzplan nicht genehmigt wurde. Es wurden nur die angedachten 10 Jahre der Planungsgültigkeit auf 5 Jahre herabgesetzt. Dies ist in Anbetracht der Schülerzahlen durchaus verständlich", meint Amberg. Der Kreis Weimarer Land hat 10 Regelschulen. Viele davon sind nicht einmal zweizügig. Eine Genehmigung von 5 Jahren für das Schulnetz gibt dem Kreis Zeit, Lösungen für die Strukturprobleme zu erarbeiten. "Wenn der Kreis so an seinen kleinen Schulen hängt, aber keine Kooperation untereinander anstreben möchte, kann er die Kommunen dabei unterstützen, die Schulträgerschaft für die Schulen zu übernehmen", schlägt Amberg vor. Schulentwicklung muss vor allem auch vom Schulträger, also vom Landkreis, gewollt werden.

"Gerne können wir als LAG eine Diskussionsveranstaltung über Sprengelschulmodelle oder auch generell zu den Erkenntnissen der Kommission Zukunft Schule organisieren. Statt Gelder in eine Klage zu investieren wäre der Kreis besser beraten, neu zu denken und Chancen zu einer Schulentwicklung zu ergreifen", bietet Amberg abschließend an.