LAG Laizismus

Veranstaltung zum Reformationsjahr

Am 11.11.2017 findet in Eisenach in der Gaststätte „Augustiner Bräu“, Georgenstr. 30 eine Veranstaltung zum Reformationsjahr statt. 
Beginn: 11 Uhr
Referenten: Dr. Horst Groschopp zum Thema "Mit Luther alles in Butter" - Anmerkungen zur deutschen Luther-Rezeption aus humanistischer Perspektive und
Thomas Loch zum Thema "Frühbürgerliche Entwicklung in Deutschland" 
Zum Abschluss können interessierte Teilnehmer an einer Stadtführung teilnehmen. Interessierte Bürger sind herzlichst Willkommen, der Eintritt ist kostenfrei.

Einladung zur Versammlung der LAG Laizismus Thüringen

29.10.2016, 13.00 Uhr, Gartengaststätte Dahlie, Erfurt, Roßlauer Str.1 (Nähe LV LINKE)

Wir haben zur Veranstaltung Dr. Carsten Frerk eingeladen.
Dr. Carsten Frerk hat sich viele Jahre mit dem Verhältnis von Staat und Kirche beschäftigt, mit ihrer Finanzierung, mit dem Lobbyismus, mit Caritas und Diakonie.
In einem kompakten Vortrag wird er auf drei Themen eingehen, an denen sich besonders anschaulich darstellen lässt, wie Staat und Kirche zueinander stehen.
1.Staatsleistungen und ihre fragwürdigen Begründungen in den Neuen Bundesländern
2. Zur Arbeit der katholischen und evangelischen Lobbyisten in Bund und Ländern, die veranschaulichen, welchen Einfluss die Kirchen haben.
3.Die Zuwendungen und Finanzierungen aus allgemeinen Steuergeldern zugunsten der Kirchen, ihrer Einrichtungen und Mitglieder.
 
Wir werden eine Vielzahl von Informationen erhalten, die für die tägliche politische Arbeit als Hintergrunds- und Detailwissen uns nutzen können
 
Uwe Schenke, Vorsitzender LAG Laizismus

Neue Herausforderung für die Thüringer LINKEN Laizisten

Mehr als drei Jahre sind vergangen seit der Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Laizismus in und bei der Partei DIE LINKE Thüringen. Diese LAG hatte mit ihren Wortmeldungen für eine Politik zur Durchsetzung der verfassungsmäßig gebotenen Trennung von Staat und Kirche rasch für Furore und für das Mißfallen bei maßgeblichen Parteifunktionären gesorgt. Seit Mitte 2013 war es dann stiller um die linken Thüringer Laizisten geworden. Kurz vor Weihnachten hatte aber eine turnusmäßige Mitgliederversammlung stattgefunden, auf der Uwe Schenke und Rolf Krieg zu Vorsitzenden des vierköpfigen Sprecherrates gewählt worden sind. Uwe Schenke, der 2011 einer der LAG-Initiatoren war, stand jetzt in einem Interview hierzu Rede und Antwort. Interview als PDF-Dokument

Fragenkatalog überreicht

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Laizismus hat am 27. April 2013 in der Erfurter Landesgeschäftsstelle der Partei ihre diesjährige öffentliche Veranstaltung durchgeführt.


Gast der Veranstaltung war u.a. MdL André Blechschmidt, Parlamentarischer Geschäftsführer der LINKE-Fraktion im Thüringer Landtag. Im vorigen Jahr haben die Thüringer Laizisten einen Fragebogen zum Thema „Finanzielle Ausstattungen der Kirchen und diesen zugrundeliegende Abkommen mit den Kirchen in Thüringen“ erarbeitet und diskutiert.


Dieser Fragenkatalog wurde nun von LAG-Landessprecher Siegfried R. Krebs öffentlich vorgestellt und am 27. April gleich ganz offiziell der Landtagsfraktion überreicht mit der Bitte, diesen als Grundlage für eine Große Anfrage im Landtag zu nehmen.

Genosse Blechschmidt bedankte sich bei den LAG-Mitgliedern für ihre umfangreiche und detaillierte Zuarbeit und versicherte, daß sich die Fraktion dieses Themas annehmen werde.

Die LAG versteht sich als Beratungsgremium und Zuarbeiter zu Sachthemen für Landesvorstand und Fraktion. Der vorgestellte Katalog, wie auch eine Große Anfrage, sollen dazu beitragen, Laizismus nicht als enges Spezialthema wahrzunehmen, sondern als Querschnittsthema, das alle Politikbereiche von der Kommune bis zum Bund berührt.

Für die LAG besteht das Ziel des Katalogs/der Großen Anfrage darin, von der Landesregierung verifizierbare Daten zu erhalten, auf deren Grundlage dann konkrete politische Aufgabenstellungen, einschließlich gesetzlicher Initiativen, erarbeitet werden können. Das werde dann auf AG-Ebene zur gemeinsamen Arbeit an gemeinsamen Teilbereichen führen.

Im Anschluß an diese öffentliche Veranstaltung trafen sich am selben Ort Laizistinnen und Laizisten aus fünf Landesverbänden zur konstituierenden Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Laizismus. Diese Versammlung bestimmte einmütig einen dreiköpfigen Bundessprecherrat, dem auch Siegfried R. Krebs aus Thüringen angehört. Gewählt wurden auch zwei Delegierte mit beratender Stimme zum nächsten Bundesparteitag. Eines der beiden Mandate ging - ebenfalls einmütig – an Kristin Kretschmer, die Ko-Landessprecherin der Thüringer LAG.

Text als PDF-Dokument

Die Trennung von Staat und Religion realisieren!

Die Trennung von Staat und Religion realisieren!

Die linken Laizistinnen und Laizisten haben sich sehr anspruchsvolle Ziele gesteckt. So wollen wir darauf hinwirken, dass in Deutschland die seit 1919 verfassungsmäßig gebotene  institutionelle Trennung von Staat und Religion umgesetzt wird. Und betrachtet man die vielen verschiedenen Aussagen zu Laizismus, die unterschiedlichen Meinungen, was denn Laizismus konkret bedeutet, so wird sehr schnell klar, dass besonders in Deutschland hier noch ein immenser Aufklärungsbedarf besteht.
Die LAG Laizismus möchte deshalb das Thema Laizismus sachlich aufbereiten und allen Interessierten als Leitmotiv für eine demokratische und humanistische Gesellschaftsform anbieten. Die LAG versteht sich daher als ein innerparteiliches beratendes Gremium, das zu diesem Querschnitts-Politikfeld dem Landesvorstand zuarbeitet. Die LAG möchte dies auch gegenüber der LINKEN Landtagsfraktion tun.

Die LAG tritt  für eine strikte Entflechtung der finanziellen Verstrickungen zwischen Staat und Kirche(n) ein. Die seit vielen Jahrzehnten vollzogene Finanzierung kirchlicher Würdenträger (z.B. Bischöfe) und Institutionen aus öffentlichen Steuermitteln muss - nicht zuletzt wegen der immer größer werdenden Defizite in den Haushalten - endlich beendet werden. Dies umso mehr, als rund 70 % der Thüringer diesen Religionsgemeinschaften überhaupt nicht (mehr) angehören. Eine weitere Forderung ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Rechtsstellung der in kirchlichen Unternehmen und Einrichtungen abhängig Beschäftigten.
Mit der Gründung der LAG Laizismus haben wir auch ein deutliches Signal an unsere Partei ausgesendet, ein hinsichtlich der laizistischen Grundgedanken ausgerichtetes Profil zu entwickeln und die im Parteiprogramm erkennbare laizistische Position politisch umzusetzen. Wir streben auch die Kontaktaufnahme zu freigeistig-humanistischen Verbänden, die in der Politik im Gegensatz zu den christlichen Großkirchen keine politische Lobby haben, und zu laizistisch orientierten Mitgliedern anderer demokratischen Parteien an.
Wir bieten allen Gliederungen, Organen, Zusammenschlüssen und auch parteinahen Stiftungen an, durch Vorträge, Diskussionen oder Infoveranstaltungen das Thema Laizismus in der jeweiligen Gliederung bekannt zu machen und umfassend über die Ziele und Grundgedanken des Laizismus aufzuklären. Darüber hinaus können wir allen interessierten Personen entsprechendes Infomaterial zusenden oder weiterführende Literatur empfehlen.
Wir würden uns freuen, wenn wir mit möglichst vielen Mitgliedern und Sympathisanten unserer Partei über den Laizismus und unsere Ziele ins Gespräch kommen und somit das Verständnis für Laizismus und die daraus resultierenden gesellschaftspolitischen Veränderungen weiter verbessern können.

Bei Interesse an einer Mitarbeit oder bei weitergehenden Fragen bitte eine eMail an den LAG- Vorstand senden.