19. Juni 2016 Susanne Hennig-Wellsow

LINKE gegen Fortführung der Exzellenzinitiative

Susanne Hennig-Wellsow, Landes- und Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. Thüringen, erklärt zur geplanten Exzellenzinitiative:

"Mit der Unterzeichnung der neuen Förderperiode der Exzellenzinitiative ab 2019 über 7 Jahre hinweg werden 3,8 Milliarden Euro zu Gunsten einiger weniger Hochschulen und zu Lasten von Lehre und Forschung in der Breite durch den Bund zur Verfügung gestellt. Damit wird die Schieflage im Finanzierungssystem der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft weiter zementiert."


Die Exzellenzinitiative steht sinnbildlich für die neoliberale Hochschule, bei der Verwertbarkeit und Drittmitteleinwerbung statt eines umfassenden Bildungsanspruchs in das Zentrum rücken. Damit werden schon exponierte Hochschulen auf immer höhere Stufen geschoben, während der vermeintliche ‚Rest‘ nur noch in einer zweiten Liga spielen darf.
DIE LINKE fordert daher, die Exzellenzinitiative ersatzlos auslaufen zu lassen und die zur Verfügung stehenden Mittel bedarfsgerecht über einen einheitlichen Förderungsschlüssel in der Breite den Hochschulen für Forschung und Lehre und damit auch zur Aufstockung der Hochschulpaktmittel zu investieren. Damit soll die Grundfinanzierung der Hochschulen auf eine solidere Basis gestellt werden. Die positiven Erfahrungen aus den Förderlinien Graduiertenschule und Exzellenzcluster sollten in die Förderinstrumente der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) integriert werden.