19. September 2013

Lehrerbildungsgesetz verschlimmbessert

"In der heutigen Plenarsitzung ist die Koalition ihrer ignoranten Haltung treu geblieben und hat den mangelhaften Entwurf zum Lehrerbildungsgesetz lediglich durchgewunken", kritisiert Susanne Hennig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

"Wir wollten noch während der Sitzung mit verschiedenen Initiativen die Ungleichbehandlung der Regelschullehrämter in Erfurt und Jena verhindern", sagt die Politikerin. Weitere Schwerpunkte der LINKE-Anträge waren inklusive Bildung, schulstufenbezogene Lehramtsausbildung und das Etablieren eines Lehramtes Gemeinschaftsschule.

Angesichts der Ablehnung des LINKEN-Vorstoßes durch CDU und SPD sagt Frau Hennig: "Jetzt helfen auch keine leeren Versprechungen der SPD, man würde es noch machen. Mit diesem Gesetz wurden erneut Tatsachen geschaffen: es wird also weiter geflickschustert und verschlimmbessert."

Der Umgang mit der schriftlichen Anhörung zu diesem Gesetzentwurf sei "hochgradig ignorant" gewesen. "Es werden schriftliche Stellungnahmen der am Bildungssystem Beteiligten angefordert, welche massive Kritik an diesem Entwurf äußern, um dann festzustellen, dass es keinen Änderungsbedarf gäbe!", kritisiert die Bildungspolitikerin.

Damit stoße man nicht nur die Anzuhörenden vor den Kopf, "es zeugt wieder einmal vom Unwillen dieser Koalition, sich den Problemen zu stellen", so Susanne Hennig.