28. August 2013

Hiobsbotschaften für Ostthüringen beim Fernbahnkonzept ab 2018

"Jena und Saalfeld werden von Bahn und Freistaat stiefmütterlich behandelt", moniert sagt Dr. Gudrun Lukin, Sprecherin für Verkehrspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, mit Bezug auf heutige Medienberichte.

Während die Industrieregion Saalfeld/Rudolstadt den ICE-Halt gänzlich verlieren könnte, soll der Universitäts- und Wirtschaftsstandort Jena mit mehr als 1000 Reisenden täglich nur noch je zwei Fernverkehrsangebote in Richtung Berlin und zurück erhalten. Klammheimlich wird zudem der gut genutzte durchgehende tägliche Zug (außer Sonnabends)  nach Warnemünde gleich mit wegrationalisiert. "Warum ausgerechnet die bevölkerungsreichste Region vom Fernverkehr abgehängt wird, ist nach wie vor unverständlich. Dies widerspricht sogar der Ertragslogik der Bahn", sagt die LINKE-Abgeordnete.

Zumal bekannt sein dürfte, dass je häufiger Reisende umsteigen müssten, desto weniger attraktiv das Reisen mit der Bahn sei. "Man darf nicht vergessen, dass neben der Bahnstrecke der Autobahnausbau von A4 und A 9 forciert wird. Dann wäre die Kappung der Fernbahnverbindungen für Ostthüringen ein klassisches Eigentor. Leider", so Frau Dr. Lukin.