26. Februar 2012

Bodo Ramelow zu Gesprächen mit Romani Rose

Mit Blick auf seine morgigen Gespräche in Heidelberg mit Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, betont Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Thüringer Landtag, seine Sorge darüber, „was in Europa an Ausgrenzung und Gewalt gegen Sinti und Roma“ geschieht.

Die Gespräche und der Besuch des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg – gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Kathrin Senger-Schäfer, – ordnen sich ein in den Kontext des Gedenkens an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt vor wenigen Tagen.

Es sei „notwendiger denn je, konsequent jeder Form von Rassismus, Diskriminierung, Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten“, betont Bodo Ramelow und verweist auf den sich äußerst besorgniserregend in Europa ausbreitenden Antiziganismus mit Vertreibungen in Frankreich und paramilitärischen Aufmärschen in Ungarn gegen die dort lebenden Roma. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Rassismus staatlich geduldet oder gar staatlich legitimiert werde.

Die Gespräche in  Heidelberg gehen zurück auf eine Verabredung, die Ramelow und Rose bei der Gedenkfeier zum 66. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald im vergangenen Jahr trafen. Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma hatte auf der Gedenkveranstaltung des Internationalen Buchenwald-Komitees die Gedenkrede gehalten. 500.000 Sinti und Roma aus ganz Europa waren von den Nazis ermordet worden.