26. Januar 2011

Gemeinsames Eintreten gegen Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus

Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus betont der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, die Bedeutung des gemeinsamen Eintretens gegen Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus.  

„Die Millionen Opfer des deutschen Nazismus müssen uns bis heute Mahnung sein. Wir sind verpflichtet, das Gedenken wach zu halten. Einen Schlussstrich unter die einmaligen NS-Verbrechen oder eine Umdeutung der Geschichte darf es niemals geben. Auschwitz steht für das verbrecherischste System, das Menschen schufen“, sagte Ramelow.

Der LINKEN-Politiker würdigt die Eröffnung des Gedenkortes Topf & Söhne in Erfurt. Hier zeige sich exemplarisch die freiwillige Mittäterschaft zahlreicher Deutscher an den NS-Verbrechen. Der 66. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee mahne Politik und Gesellschaft, den Erhalt von Gedenkstätten und die Fortführung der Erinnerungsarbeit als wichtiges Ziel zu verankern.

„Das Wissen um die NS-Verbrechen und das Entstehen des Faschismus muss Verpflichtung sein, konsequent gegen neue und alte Nazis vorzugehen“, erklärt der Vorsitzende der Thüringer Linksfraktion. Neben einem Verbot der NPD unterstützt DIE LINKE vor allem zivilgesellschaftliches Engagement gegen die extreme Rechte. Totalitarismustheoretische Umdeutungen der Geschichte und der Griff in die Mottenkiste der Extremismustheorie durch die Bundesregierung stellten eine Verharmlosung des Rechtsextremismus dar und behinderten das gemeinsame demokratische Engagement gegen Rechts, kritisiert Ramelow.