3. Juli 2015

„Pacemakers“ am Landtag: Für ein weltweites Verbot aller Atomwaffen

Etwa 60 Fahrradfahrer der Aktion „Pacemakers“ haben heute Vormittag in Erfurt vor dem Thüringer Landtag auf ihrer Tour von Heilbronn nach Berlin Station gemacht. Anliegen der Fahrt ist die Forderung nach einem weltweiten Verbot aller Atomwaffen.
Vor dem Landtag begrüßte die Vorsitzende der Linksfraktion und Vorsitzende der Landespartei DIE LINKE Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, die Teilnehmer. Sie unterstütze die Forderung nach Ächtung aller Atomwaffen.

Hennig-Wellsow: „Weltweit sind in den letzten Monaten wieder bewaffnete Konflikte eskaliert, Krieg ist bis heute leider für Millionen Menschen schrecklicher Alltag. Es wird Zeit, dass die Forderungen nach Abrüstung, Ächtung von Massenvernichtungswaffen und einem Ende der Kriege weltweit wieder lauter werden und Gehör in der Politik finden. Ich freue mich, dass es Initiativen wie die Pacemaker-Tour gibt!“

Hennig-Wellsow wies zudem darauf hin, dass DIE LINKE Thüringen jüngst die „Helaba – Landesbank Hessen-Thüringen“ aufgefordert hatte, auf Investitionen in Rüstungsgeschäfte zu verzichten. Laut einer Studie von „Pax Christi“ und der „International campaign to abolish nuclear weapons” sei die Bank an entsprechenden Geschäften beteiligt. Hennig-Wellsow fordert von der Bank weiter Aufklärung darüber. Bisher sei die Bank eine verbindliche Aussage schuldig geblieben. Sie kündigte an, dass die mögliche Beteiligung der Bank, an der sowohl der Freistaat Thüringen als auch das Land Hessen Anteile halten, in Kürze Thema auch im hessischen Landtag werde.

Die Gruppe war am Morgen in Suhl gestartet, wo sie vom Oberbürgermeister der Stadt empfangen worden war. Nach dem halbstündigen Zwischenstopp vor dem Erfurter Landesparlament fuhr die Gruppe weiter nach Jena, Naumburg, Weißenfels und Leipzig.