27. Januar 2017

Das Gedenken ist mehr denn je im Heute angekommen

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Mit dem gesetzlichen Gedenktag am 27.Januar soll jedes Jahr an die Opfer der faschistischen Diktatur erinnert werden. An Millionen von Menschen, die auf entsetzliche Art und Weise ermordet wurden. Das Gedenken an die massenhafte Vernichtung jüdischen Lebens steht an diesem Tag an erster Stelle. „Die Erinnerung an die Opfer gehört in unseren Alltag, muss Teil unseres Alltags sein und bleiben. Das ist stets die Überzeugung der LINKEN gewesen“, so die Landes- und Fraktionsvorsitzende der LINKEN Thüringen Susanne Hennig-Wellsow.

„Und trotzdem erscheint uns der Gedenktag heute aktueller denn je. In einer Zeit, in der zentrales nationalsozialistisches Vokabular wie der Begriff ‚völkisch‘ von der AfD rehabilitiert werden soll und mit Björn Höcke ein Politiker im Thüringer Landtag sitzt, dessen verbale Entgleisungen uns angesichts der zahlreichen Opfer des NS beschämen sollten, haben Gedenktage neben der Erinnerung an die Opfer auch den Zweck die eigene politische Haltung ganz klar kenntlich zu machen.“

Altem und neuem Hass und Gewalt, Rassismus und Ausgrenzung ist gemeinsam mit allen demokratischen Kräften entschlossen entgegenzutreten. Auch die Ideologie der AfD beruht auf Ausgrenzung und Abwertung. Rassismus und Antisemitismus finden in ihr eine Heimstatt. Unter Bezug auf die Aktion der Fraktionen von CDU, SPD, B90/DieGrünen und der LINKEN am Mittwoch im Landtag erklärt Hennig-Wellsow: „Die demokratischen Fraktionen haben mit ihrer symbolischen Aktion das Holocaustmahnmal in den Thüringer Landtag geholt, um bewusst gegen die unsägliche Rede Björn Höckes am 17. Januar in Dresden einen Kontrapunkt zu setzen. Für mich haben sie klar gezeigt, dass ihnen Auschwitz im Heute Mahnung und Auftrag ist, jeder Form von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus konsequent entgegenzutreten.“